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  Seiten-Update vom 15.05.2006 aktueller Bericht  |  1  |  2  |  »
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Sendung vom FRS - Freies Radio Stuttgart am 18.März 2006

Sendeblock „Radio Africa” mit David
Diskussionsgäste: Hr.Christian Haussmann, Fr. Manuela Bermeitinger, Hr. Elmi Dami, Hr. Karl Meier, Hr. Reinhard Egy



David: Wie kann man Frieden schaffen? Ohne Frieden unter den Religionen und Kulturen kann es keinen Frieden auf der Welt geben. Ich glaube, dieses Thema ist wirklich sehr, sehr wichtig. Und wir müssen uns darüber unterhalten. Ich werde meinen Gästen einfach die Chance geben, etwas über sich selbst zu erzählen. Beginnen wir rechts, Frau Manuela bitte.

Manuela: Ah..., Guten Tag! Mein Name ist Manuela Bermeitinger und ich bin hier stellvertretend von der Scientology Gemeinde Baden-Württemberg. Ich bin katholisch aufgewachsen und hab dann mit 20 Jahren die Scientology Kirche kennen gelernt. Für mich ist Religion ein sehr wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Und jede Person, die ich kennen gelernt habe, die religiös motiviert ist, die wirklich religiös motiviert ist, die will Frieden. Die will, dass die Menschen sich verstehen und dass die Menschen sich miteinander unterhalten. Und meiner Beobachtung nach, sind eigentlich, die Interessen, die Krieg verursachen, wirtschaftliche Interessen und keine religiösen Motive. Deshalb finde ich es ganz, ganz wichtig, dass die Menschen wieder zur Religion finden. Egal welche Religion. Jede Religion ist wichtig. Und eigentlich haben die Religionen meiner Meinung nach die gleichen Ziele. Das ist eben, dass es Frieden gibt auf der Welt und dass die Menschen sich verstehen. Und da sind wir ein bisschen weit davon weg. Deshalb finde ich das sehr wichtig, was wir hier heute tun, dass wir zusammen sitzen und miteinander reden und darüber kommunizieren, was unsere gemeinsamen Ziele sind.

David: Super, unser gemeinsames Ziel ist, Frieden für die Welt zu schaffen. Und deshalb freu´ ich mich einfach auf Herrn Elmi Dami, aus Ägypten. Ein bisschen über sich selbst zu
Erzählen.

Elmi Dami: Guten Tag, mein Name ist, Elmi Dami. Ich komm´ aus Ägypten, ich bin Moslem. Auch als Moslem aufgewachsen und erzogen worden. Ich war fast 7 Jahre lang Vorstand
vom Islamischen Bund hier in Stuttgart. So schließe ich auch meine Meinung an, an unsere Freundin Manuela. Unsere Ziel ist wirklich, dass wir miteinander einen Dialog über Religionen finden und miteinander in Frieden leben. Und wir treffen uns mit dem Interreligiösen Meeting (Runder Tisch) einmal im Monat. Und das ist wirklich sehr interessant. Weil, da kommen
ja verschiedene Religionen zu unserem Treff. Von der evangelischen Kirche, katholischen Kirche, Scientologen und auch Moslems. Ich, und ein Freund von mir, Herr Hoshi, wir
vertreten immer die Islamische Seite. Es ist unheimlich interessant, und ich bewundere diese Leute, die das gegründet haben. Weil, die haben ja wirklich nur ein Ziel; und das ist Frieden.
Wir unterhalten uns über Religion, aber wir streiten nicht miteinander, sondern wir suchen
wirklich ein Weg, miteinander zu leben. Und wenn wir dieses Ziel erreichen, so wie die
Manuela sagt, können keine Kriege entstehen.“

David: Super, dann der Ball rollt einfach direkt in die Mitte, zu Herrn Haussmann. Bitte, erzählen Sie uns etwas.

Christian Haussmann: Hallo, auch an Alle! Ich glaub´ wir leben einfach in einer besonderen Zeit. Nicht nur äußerlich sind riesige Entwicklungen im Gange, auch medientechnisch, die Globalisierung, wir erleben ein Weltdorf. Ich denk´ einfach, wir sind in einer besonderen Zeit, mit besonderen Herausforderungen. Und die Herausforderungen sind eben gerichtet an unser Bewusstsein. Ich glaube, wir alle müssen eine Transformation oder Weiterentwicklung in unserem Herzen, in unserem Gewissen, in unserem Bewusstsein durchgehen, damit wir den Anforderungen der Zeit, gerecht werden. Und wir haben in den fürchterlichen Weltkriegen gesehen, dass Ignoranz oder falsches Denken in den -ismen, Nationalismus, National-sozialismus, Kommunismus, usw. fatale Folgen haben kann. So denk´ ich, die Herausforderung ist, zu begreifen, dass wir alle in einem Boot sitzen, dass wir alle eine Menschheitsfamilie sind. Und damit fängt es an. Und dann im Kleinen, beim Einzelnen. Das denk´ ich immer: Bewusstsein läuft einem nicht nach, man muss etwas dafür tun. Und aus dem richtigen Bewusstsein, kommt das richtige Handeln. Und so können wir Schritt für Schritt, nicht im Großen, es fängt beim Einzelnen an, den Nachbarn verstehen lernen, usw., usw.

David: Ja super, dass wird ein Traum sein, dass Menschen miteinander leben können. Ja, wir müssen einfach alle Religionen tolerieren. Nicht nur Religionen, sondern Menschen, einfach unabhängig von der sogenannten Rassen Diskriminierung. Jetzt kommen wir zu Herrn Karl Meier. Dieser Name, Karl Meier, ist ganz bekannt im Freien Radio Stuttgart. Er kommt auch im Radio Africa. Er arbeitet als Vertreter von der Sudanhilfe e.V. hier in Stuttgart. Ich muss nicht viel über ihn erzählen. Herr Karl Meier, wir reden darüber, wie kann man Frieden für die Welt schaffen? Was ist Ihre Meinung dazu?

Karl Meier: Ja, David, du hast mich jetzt vorgestellt. Die Leute wissen, wer hier sitzt. Ich habe nie über meine Religion oder anderer Leute Religion gesprochen. Außer der Interreligiösen, Internationalen Förderation, als Friedensorganisation oder Bewegung. Ja, dazu muss ich dann sagen, bekennen, ich bin römisch-katholisch groß geworden, heute bin ich evangelisch. Bin aber ein sehr großer Verehrer, von der Unification Bewegung. Referent Moon ist eine Person, wie damals Martin Luther King. Er wurde auch geoutet, weil er besondere Wege des Friedens gegangen ist. Gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, etc. Und er hat auch besondere Wege gewählt, dazwischengehen, was eigentlich die UNO machen müsste, mit Friedensinitiativen, ja. Ich war mehrere Male in Palästina, in Israel. Du weißt ja, das ist ein brennendes Problem. Und obwohl beide denselben Ursprünge in der Religion haben. Abraham, ja.
Und es freut mich, dass wir heute hier, mit so vielen verschiedenen Religionen am Tisch sitzen und im Dialog versuchen, die Wertsetzung, wo wir eigentlich alle herkommen, dass wir Brüder und Schwestern sind, auszudrücken. Und dass wir eigentlich in Frieden miteinander leben sollten. Und das Sudan-Problem, was Du angeschnitten hast, mit meiner Person, da wissen wir auch, da geht es nicht um die Religionen, sondern, wie Manuela schon gesagt hat, da geht es um profitorientierte, wirtschaftliche Dinge. Im Sudan sind es Erdöl, Uran, und andere Rohstoffe. In Dafur weiß man, ist der Konflikt noch nicht beigelegt worden durch die UNO. Die hat es selber zugegeben. Sie brauchen 20.000 Leute, Blauhelme, alleine für Dafur. Und das sind die gleichen Glaubensangehörigen, des Islams, und bringen sich gegenseitig um . Muß das sein? Und ich glaube, da muss das Bewusstsein, das Gewissen geschärft werden. In dieser Festigung eines Schöpfers, in gemeinsamen Respekt des Lebens, und das ist ein wesentlicher Punkt, wo wir miteinander in Dialog treten müssen. Wir dürfen das auch nicht mitspielen, wie jetzt die Ausgrenzung von gewissen religiösen Gruppen, kleine Gruppen, oder besonders jetzt mit dem Islam. Und ich glaube, das können wir hier mit diesem religiösen Dialog bewerkstelligen.“

David: Super. Ich glaube, Herr Egy muss auch etwas über sich erzählen. Ich rede über
Herr Reinhard Egy.

Reinhard Egy: Ja, also, ich komm´ von der Scientology Religion. Bin ursprünglich auch katholisch aufgewachsen. Herr Meier hat gerade die Unification Bewegung angesprochen, mit diesen Leuten bin ich schon seit vielen Jahren in Kontakt. Ich habe zusammen mit dem Herrn Arnoldi, hier in Stuttgart vor 4 Jahren, so einen Runden Tisch gebildet oder gegründet. Einfach mit dieser Intention, dass praktisch religiöse Menschen, sich als erstes vereinigen müssen, untereinander eins sein müssen. Also, dass nicht der eine den anderen bekämpft oder mit Vorurteilen belegt, oder so. Sondern dass es nur so gehen kann, dass Religionen friedlich miteinander umgehen. Und selber ein Vorbild sind für andere Leute. Weil, im Leben es halt so ist, wenn alles gut läuft, dann braucht man Religion, in Anführungszeichen, überhaupt nicht. Und wenn jemand einen Schicksalsschlag, oder sonst was hat, dann plötzlich erinnert er sich, dass es vielleicht einen Gott geben könnte, oder dass es doch eine Religion gibt. Und dann braucht er jemanden, wo er hingehen kann, wo er Halt kriegt, wo er seine Seele mal aussprechen kann. Und dann sind religiöse Menschen gefragt. Wenn die selber gegen andere Vorurteile haben, dann können sie nicht für eine friedliche Welt hinstehen. Deshalb war mir das wichtig, dass wir viele Religionen an einen Tisch kriegen und so praktisch ein kleines Saatkorn legen, für ein friedliches Miteinander.“

David: Sehr nett, wirklich. Das ist die Vorstellung. Wir kommen direkt einfach in´s Gespräch. Und bevor das, ich glaube, es ist besser, wenn ich ein paar Lieder einfach mit Euch zusammen teile. Dies ist eine CD von Jeff Mani aus Algeria.“

David: Dies ist ein wunderschönes Stück von Jeff Mani aus Algeria. Und ich glaube, es ist eine tolle Einleitung zu unserem Thema heute. Wir reden über das Zusammenleben mit den Menschen und Religionen. Wie kann man einfach Frieden für die Welt schaffen. Und deshalb werden wir nicht zuviel Zeit verlieren. Wir gehen direkt auf das Thema. Ich glaube, wir werden immer von der rechten Seite, wo unsere Schwester sitzt, Frau Manuela beginnen. Ich glaube, das Thema ist total deutlich. Wir haben gemerkt, dass es überall auf der ganzen Welt Kriege gibt und besonders in den arabischen Regionen. Und es ist wirklich bedauerlich. Jede Seite redet über den „Heiligen Krieg“. Georg Bush oder die westliche Welt sagen, sie jagen die Fundamentaltisten oder die Terroristen und dann im Fernsehen kommt letzte Woche großes Bild, Bush wird verbrannt, weil die arabisch Welt sagt, der Nr. 1 Terrorist ist Georg Bush. Und dann fragt man, wo liegt da die Wahrheit? Ja, wir reden über Krieg im Namen Allahs, oder im Namen Gottes.

Wir wissen auch, dass das Christentum ist mit etwa 2,3 Milliarden Anhängern, vor dem Islam mit ca. 1,2 Milliarden die größte religiöse Bewegung ist. Das bedeutet, das es die größte Bevölkerungsgruppe oder Religion in der Welt ist. Dann kommt der Hinduismus, mit ca. 900.000 Millionen auch eine der 5 Weltreligionen. Ein solches Thema ist wirklich brennend. Wir müssen einen Weg finden, wie wir einfach diesen Frieden erschaffen können. Aber ich glaube, die Kernfrage ist, wie lösen das die Politikern. Aber es hat auch mit dem Einfluß der Religionen zu tun. Es gibt im Namen Allahs oder im Namen Gottes, überall Kriege. Was denken Sie, ist die Kernursache und wie kann man dieses Problem lösen, Frau Manuela?

Manuela: Ja, ich denke auch, dass wir da sehr weit von der Wahrheit entfernt sind, von dem,
was wir immer zu hören kriegen. Es ist auch gar nicht so einfach die Wahrheit rauszufinden. Es wird gesprochen, da Terroristen, da Terroristen. Mir persönlich ist jetzt noch kein Terrorist begegnet. Und ich denke, das was der Herr Haussmann vorher angesprochen hat, dass wir in einer besonderen Welt leben ist richtig auch mit den Medien. Ich persönlich denke, da wird auch sehr viel Schaden damit angerichtet, mit der freien Meinungsäußerung, der Medien. Die dürfen alles berichten, ob das jetzt stimmt oder nicht, das ist dahingestellt. Und eine Tendenz ist halt auch, dass die Medien sehr viel schlechte Nachrichten bringen. Hauptsächlich schlechte Nachrichten. Deshalb finde ich das sehr schön, dass sie uns heute die Möglichkeit geben, auch über Lösungswege und ein Miteinander zu reden, weil das wird meiner Meinung nach zuwenig angesprochen. Und grundsätzlich bin ich der Meinung, dass im letzten Jahrhundert, einfach, der Mensch sich sehr stark konzentriert hat auf den Materialismus. Also auf die Technik, Autos, Fernseher, Computer, auf den Mond zu fliegen, einfach sehr viel Technik. Und eigentlich weggekommen ist, von den geistigen Werten. Und ich meine, dass das Grundübel eigentlich ist. Und für das stehen für mich Religionen. Wie gesagt, egal welche Religion, aber die Spiritualität, das Geistige, muss, sollte gefördert werden. Und zwar finde ich, dass da jeder einzelne Mensch dafür zuständig ist. Mein Nachbar, der neben mir sitzt, ist genauso ein geistiges Wesen, wie ich. Und da haben wir sehr viel Gemeinsamkeiten. Und ein Wesen ist im Grunde gut. Das möchte was Gutes für sich und für die anderen. Genau das ist mein Ansatz in der Religion.“

David: Ja, das ist super. Es kommt genau auf den Punkt. Man redet über Science of the times.
Of the endtimes. Das, wenn man auf Deutsch übersetzt. Man denkt, dass Ende der Welt ist fast
in der Nähe. Wenn man z. Bsp. in den Syren liest, im Koran. Syren, Kapitel 21, Strich 96. Dort heißt es, es gibt verschiedene Signale, die zeigen, dass das Ende der Welt da ist. Und genauso kommt es auch in der Bibel. Ich hab´ nicht soviel Zeit, das einfach zu sagen. Ich sag einfach, es ist geschrieben im Matthäus im Neuen Testament. 24 bis 67. Sie sagen das Gleiche, dass, wenn man sieht, dass die Nation über die Nation mit Waffen einfach umgeht, dann ist es auch ein Zeichen, für das Ende der Welt. Aber für mich persönlich, irgendwie, ich bezweifle das. Warum? Weil ich denke, daß es schon immer Kriege gab. Eine Nation ist über eine andere Nation einfach hergefallen. Und jetzt im Namen der Religionen, wir versuchen einfach, solche Sachen so groß darzustellen. Der Mensch hat Angst; gerade was passiert in der arabische Welt. Wie sehen sie es? Wo liegt die Kernfrage über diese Kriege?

Herr Elmi Dami: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Erst mal, es gibt ja im Islam, keinen Heiligen Krieg. Dieser Name steht ja nicht in unserem heiligen Koran, oder überhaupt in den islamischen Gesetzen. Heiliger Krieg, das hat ja damals angefangen, als die Kreuzritter, den Nahen Osten angegriffen haben. Aber, wenn manche arabische Präsidenten oder muslemische Präsidenten dieses Wort, um ihr Volk aufzuheizen, verwenden, hat das mit dem Islam wirklich nichts zu tun. Unser Prophet, Mohammed, Friede sei mit ihm. Er hat immer bei jedem, der eine Schlacht gegen die Ungläubigen, ich will hier genau sagen, Ungläubige, also die waren ja Götzenanbeter. Hat er immer seinen Heeresführern befohlen, bevor der Kampf angefangen hat, nie mit Vergewaltigung oder Gewalt, vorzugehen. Niemanden, der auf seinem Feld arbeitet, anzugreifen. Keinen Baum, keine Pflanze, zu zerstören. Nicht zu plündern. Ein Mensch, der in seinem Raum sitzt, betet oder, egal ob er seinen Götzen anbetet, ihn nicht angreifen. Und Geiselnahme; das gab es überhaupt nicht im Islam. Und wir hören immer wieder, im Irak, leider, von diesen Geiselnahmen. Es ist wirklich, es hat mit dem Islam oder mit der Islam-Lehre überhaupt nichts zu tun. Und wir haben jetzt dieses Problem, was in Dänemark vorgefallen ist. „Karrikatur“. Ja, Lästerung über Propheten, wie Jesus, Jesus ist auch bei uns im Islam, auch ein Prophet. Und genauso heilig, wie unser Prophet Mohammed. Aber, wir sollen wirklich, über Religionen oder über Propheten, nicht lästern. Man kann von mir aus, eine Kritik üben. Lästern über islamische Führer, über islamische Präsidenten. Ich habe ja mit vielen Leuten darüber geredet und dann sagen die, das ist eine Pressefreiheit. Nein - das ist keine Pressefreiheit. Das ist Lästerung und Frechheit. Aber andererseits auch, wir sollen diese Lästerung, die über unseren Propheten gegangen ist, nicht mit Gewalt antworten. Sondern mit Dialog. Den Leuten erklären, das ist wirklich, Botschaften anzünden, Konsulate angreifen, Menschen die Fahnen verbrennen. Nein – es bringt wirklich nur noch mehr Hass. Und Gewalt führt zu mehr Gewalt. Wir können ja wirklich miteinander reden über solche Sachen. Zum Bsp. Was der italienische Minister, der im Fernsehen vor laufender Kamera gesagt hat, gezeigt hat. Also über diese Lästerbilder über unseren Propheten, Mohammend. Er gießt Öl in´s Feuer. Ich bin auch dagegen, dass manche islamischen Länder Botschaften angegriffen haben und zerstört haben. Nein – wir sollen wirklich den Frieden erklären, den Leuten erklären und zu sagen „He wir sind alle, so wie der Herr Haussmann gesagt hat, wir sitzen alle in einem Boot.“ Und so geht es nicht weiter. Mit Gewalt nicht.

David: Mit Gewalt geht nichts. Sie haben das sehr diplomatisch formuliert Aber wir wissen genau - ich komm ganz schnell zu Herrn Haussmann – wir wissen genau, dass diese Provokation.... es ist nicht von den Dänischen angefangen – wir wissen genau, man redet über 11. September, dass sie haben gesagt, die Fundamentalisten, die Moslems, haben angefangen die westliche Welt anzugreifen. Und dann kommt eine Rache. Wir wissen alle, was geschehen ist. Aber man hat trotzdem gemerkt, dass unschuldige Menschen waren die Opfer. Man muß einfach wirklich versuchen, wie unser Bruder gesagt hat, einen Dialog zu finden. Dialog in welcher Weise?“

Hr. Haussmann: „Ja, David, ich komm auf den Punkt deiner Frage zurück. Was führt zum Frieden? Gell, hast Du gefragt. Und, äh, ich denke, ich muß das noch mal sagen, es ist alles eine Frage des Bewusstseins. Natürlich sind wir uns einig, dass Krieg und Gewalt, ganz barbarische und rückständige Methoden der Konfliktlösung sind. Aber offensichtlich, müssen wir erst Wege zeigen, wie Konflikte besser und anders gelöst werden können. Und ich denke, es gibt Wege, mir fällt jetzt spontan die Geschichte in der Bibel ein – Jakob und Esau – auch miteinander verfeindet, und aus welchen Gründen auch immer, hat der eine, der Esau Resentiment gegenüber dem anderen und fühlt sich benachteiligt, übervorteilt. Und ihr kennt die Geschichte, glaub ich – Jakob schickt ihm dann ganz viele Dinge. Schickt ihm von seinen Herden, von seinen Gütern und stimmt ihn im Herzen um, durch – wir könnten heute sagen – durch dienen. Er dient ihm. Und da würd´ ich sagen, das ist ein entscheidender Punkt: Statt Millionen und Milliarden in Krieg zu investieren, könnten wir es in Leben für andere investieren. Das ist auch eine Strategie, denk ich – Westen mit arabischer Welt. Für den anderen da sein. Investieren in die Jugend. Und das ist die Grundlage auf der Frieden wächst. Martin Luther King übrigens auch – hat mal gesagt: ´ wir sind tatsächlich Brüder und Schwestern. Wir müssen nur wieder lernen, auch so zu fühlen.´ Und da müssen wir gucken, was könne wir tun, für diese Sache.“

David: „Gut. Wir müssen das gucken. Das ist etwas Erfreuliches, wenn wir das erreichen können. Aber, ich glaube, etwas verhindert solchen Prozess. Herr Karl Meier, sie haben Erfahrung in Ihrer Botschaft. Sie reisen um die ganze Welt. Du hast mit verschiedenen Politikern, große Politiker einfach in´s Gespräch gebracht. Wo liegt die Kernfrage. Die Ursache von diesem Problem?

Karl Meier: „Ich glaube, das ist ein uraltes, menschliches Problem. Der Mensch ist eigentlich, urströmungsmäßig ist er ein Egoist geblieben. Er hat eigentlich die religiöse Übermittlung, egal von welcher Religion, die geistige, spirituelle Kraft, die hat er nicht übernommen. Er ist Selfish, in Englisch, er ist selbstbezogen. Und so sind die Personen. Im Materialismus sind wir eben heute ziemlich eingenommen – ja – materielle Werte zählen und nicht die Verbrüderung. Du wirst ja auch schon mit Nachteil angeschaut, wenn Du nachsichtig bist, gegenüber deinem Freund oder Nachbarn, oder wer immer. Die sagen, ja du bist zu schwach, du musst dich durchsetzen. Dabei kannst Du das im Dialog und mit Zuneigung viel besser machen. Aber ich glaube, die Ursprünge, Egoismus individuell, und der nationale Egoismus heute ist sehr, sehr gefährlich. Wir wissen, wo die Tendenz hingeht. Wir haben in letzter Zeit viele Kriege, ja, die nicht thematisiert werden. Wir machen das manchmal hier am Radio. Die sogenannten vergessenen Kriege, die sie vergessen machen möchten. Tscheschenien ist auch so eine bittere Sache. Warum läuft das? Warum bekriegen sich auch intern, in den Staaten selber, Volksgruppen, die im gleichen Glauben sind? Ja, wie kann das möglich sein? Das heißt, sie leben dann den Glauben nicht. Sie sind abgefallen vom Glauben. Ich glaube, wenn wir erkennen und respektieren, dass jeder in seinem Glauben, denselben Weg wählt zum Schöpfer und sich danach zu orientieren und auch zu leben. Wenn wir ihn darin respektieren, haben wir schon den halben Weg des Friedens, ja, bloß man muß es dann auch umsetzen. In die Praxis. Für den anderen mehr da sein. Das ist ein wesentlicher Punkt.“

David: „Gut. Das stimmt schon. Ich komme zu Herrn Egy. Ja, natürlich – was der Politiker nicht machen kann – vielleicht können das die Religionen schaffen. Aber für mich, ich habe gesagt, ich kann nicht trennen, zwischen einem Politiker und Religionen. Das ist meine Ansicht, hinter dem Markt, da ist die Religionen immer dabei. Aber wir haben gesehen, dass die UNO, hat jede, wie sagt man, sie haben versagt. Kofi Anan ist ein Mann mit einem riesen Markt aber er ist ein Mensch ohne Zähne. Er kann gar nicht etwas machen jetzt. Wir haben gesehen, die UNO hat versucht, durch Diplomatie, Frieden zu schaffen. Aber es funktioniert gar nicht. Glaubst Du, dass da vielleicht, durch solchen Dialog, zusammen bewirken, durch die Inter-Religionen, die Menschen etwas Besseres erreichen kann?“

Hr. Egy: „Ja, da bin ich überzeugt davon. Und zwar, wir reden ja heute nicht über das Thema Politik, weil, da gibt es solche Gesetze und Verabschiedungen, was man darf und was man nicht darf und was wieder dagegen spricht. Ich denke, in diese Materie dürfen wir uns gar nicht reinbegeben. Was schon vielfach gesagt worden ist, ist der Dialog, das aufeinander Zugehen, den selbstlosen Einsatz für den anderen. Nur so, kann man praktisch diese Vorurteile abbauen. So, um ein Bsp. zu machen: Unsere ehrenamtlichen Geistlichen waren ca. 300 Leute in diesem Süd-Ost-Asien nach dem Tsunami, nach dieser Tsunami-Katastrophe. Die haben das alle gemacht auf eigene Kosten, um diesen Leuten zu helfen, damit sie wieder auf die Füße kommen. Und ich denke, das ist eigentlich da A und O. Man kann eigentlich jeden Konflikt mit Kommunikation lösen. Man muß nur rechtzeitig bereit sein, sich an den Tisch zu setzen.“

David: „Vielen Dank, Herrn Egy. Wir geben unseren Zuhörern auch ein wenig Musik. Wir haben genug gesprochen. Dann kommt Herr Egy wieder. Wir sind hier, bis 15.00 Uhr. Für diejenigen, die zugeschaltet haben. Ihr seid in Verbindung mit Radio Africa. 99,2 FM. Und 102.1 am Kabel. Es ist genau 20 Minuten vor 14.00 Uhr. Wir sind hier bis 15.00 Uhr. Bitte bleiben Sie bei uns. Nach dem Lied kommt der Giran.“

Giran: „Für alle, die jetzt erst zugeschaltet haben: Willkommen beim Freien Radio für Stuttgart. Es ist die Sendung „Radio Africa“. 99,2 ist die Frequenz. Auf Antenne; 102,1 ist die Kabelfrequenz. Wir fahren mal hier fort, innerhalb dieser Runde. Wir haben einen Sitz, Konvent, da geht es um Fragen des Friedesansatzes, beziehungsweise es geht einfach mal darum, ob Religionen bereit sind oder imstande sind, sich einzubringen, insoweit als sie merken, sie können auch nicht mehr abseits bleiben. Die hätten ihren Beitrag zu bringen. Im Sinne eines interreligiösen Dialogs. Im Sinne einer gegenseitigen Auseinandersetzung, im Sinne eines Austausches. Wobei hier eben zu beachten ist, dass jeder vorerst mal bedacht ist, eben den anderen in seiner religiösen Integrität zu respektieren. Ich hab´ mal die Sache verfolgt, insoweit habe ich auch meine Probleme damit. Ich bin persönlich nicht sonderlich religiös. Ich bin nicht religiös, aber ich habe keinerlei Berührungspunkte, mit Leute, die religiös eingestellt sind. Ich bin republikanisch eingestellt (sagt etwas Französisches). Und ich bring einfach mal jetzt eine kleine Parallele insofern als ich weiß, dass in vielen Gebieten, wo es Kriege gegeben hat, und noch gibt, manche, z.Bsp. Kongo, oder Tscheschenien. Teilweise nicht direkt Kriege, aber bürgerkriegsähnliche Zustände. In Lateinamerika, z.Bsp. Tschapas. Das vor Kurzem, immer wieder mal, Frauen sich zusammengetan haben. Die haben versucht, sich auch einzubringen. Die haben darauf vertraut, dass sie unter republikanischen Gesichtspunkten, Zeichen leben und dass es kein Grund gäbe, diese Diskriminierung, das sie durchaus eine andere Herangehensweise hätten, als Männer. Und deswegen könnten sie, durchaus ihren Beitrag ganz positiv leisten. Und das würde sehr viel Sachen verkürzen. Das ist der Fall, was den Tscheschenien-Krieg angeht. Die Frauen, die Mütter, von russischen Soldaten, haben verlangt, dass ihre Söhne, nach Hause zurückbeordert würden. Das ist der Fall im Kongo, wo auch der Krieg läuft. Der geht langsam zuende, zum Glück, aber da haben auch Frauen versucht, vor ein oder zwei Jahren, einfach mal eine Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen. Einfach mal die öffentliche Meinung wachzurütteln gegen den Krieg. In Tscherpas ist das Gleiche auch gewesen, wo die Bevölkerung, Indios, in der Tscherpas Region bereit war auch zu vermitteln zwischen den Zarpatisten und der Zentralregierung in Mexico-Stadt, also Mexico-City. Da muß man sagen, also mit gemischten Gefühlen, habe ich das verfolgt. Und anfänglich war ich sehr positiv eingestellt, aber es ist nicht sehr weit gekommen. Vielleicht weil es Frauen sind... Ich weiß nicht. Das ist der Grund, warum ich jetzt hier einfach mal die Frage auf den Tisch bringe: „Hat die Religion, besser als die Frau, einfach verfügt die über eine bessere Infra-Struktur, um diese Probleme anzugehen. Also Kriegs-Effekte versuchen abzumildern oder zumindest mal bis dahin, soweit wirken, dass Kriege angepackt würden und durchaus den Leuten wagen, plausibel gemacht wird, durch konkrete Aktionen, dass es sich nicht lohnt, weiterhin in Kiegsituation zu leben.

Manuela: „Ja, also ich denke schon, dass wir gemeinsam eben ein großes Spektrum haben uns dafür einzusetzen. Jeder mit seiner Religion. Weil die Grundlage jetzt von unserem interreligiösen Dialog sind auch die Menschenrechte. Und die Menschenrechte, die gelten eigentlich für jede Religion, denk´ ich. Und auch für jeden Menschen, der nicht religiös ist, der da jetzt keinen Bezug hat oder nicht religiös aufgewachsen ist. Aber ich denke, die Menschenrechte sind ein sehr, sehr wichtiger Ansatz. Und auch gerade der L.Ron Hubbard, hat sich da sehr stark dafür eingesetzt. Er sagt da auch: „Die Menschenrechte sollten nicht nur ein idealistischer Traum sein, der irgendwo steht, sondern sie sollten wirklich gelebt werden.“

Und da schließt sich für mich wieder der Kreis mit dem Bewusstsein. Also, wenn wir unser Bewusstsein steigern, dass wir für den anderen einstehen, dass wir keine Diskriminierung zulassen. Und das fängt eben schon in der Nachbarschaft an, wenn jemand eine andere Hautfarbe hat, oder wenn jemand behindert ist, dass man den nicht auslacht, sondern dass man halt sofort für den anderen einsteht. Und für sich selber natürlich auch. Es gibt sehr viel Unterdrückung auf dieser Welt. Und meiner Meinung nach ist halt ein wichtiger Grund für dies, dass halt mit Waffen und Krieg immer noch das meiste Geld gemacht wird.“

Giran: „ Kann man sagen, dass die Religion oder die Religionen, die Religionen verstanden als Institutionen, die sich jetzt zusammengetan hätten im Sinne eines interaktiven Dialogs, jetzt über einen längeren Arm verfügen würden, als jetzt die Fälle, die ich genannt habe zuvor und wie könnte man das erklären. Wie könnte man das dem einfachen Menschen auf der Straße
begreiflich machen?“

Hr. Haussmann: „Danke für die Frage. Ich denke schon, dass die Religionen Möglichkeiten haben, das menschliche Verhalten zu beeinflussen. Wir müssen einfach mal die Tatsache anschauen, wir haben ca. 200 Nationen. Aber man kann sagen, mittlerweile haben wir vielleicht fünf große Kulturbereiche. Nur noch. Und wir sind dabei, es ist auch unstrittig dahinzugehen, dass die Kulturbereiche sich immer mehr miteinander verbinden. Wir haben den jüdisch-christlichen, wir haben den islamischen, wir haben buddihstisch-fernöstlich, den Hinduismus. Und es findet immer mehr Austausch statt. Wir haben inzwischen, ob man es mag oder nicht, mehr oder weniger Esskultur überall auf der Welt ähnlich. Wir haben immer mehr interkulturelle Ehen. Wir haben immer mehr Austausch. Und der wesentliche Kern der Kultur ist die Religion mit dem Einfluß auf das menschliche Verhalten. Es ist ja unstrittig, dass die Religion selber, eine Entwicklung auch durchgehen müssen und das sie in der Vergangenheit nicht nur eine positive Rolle gespielt haben. Da sind wir uns einig. Ich verstehe jeden der sagt, ich habe Zweifel, die Rolle der Religion ist in der Geschichte nicht immer positiv gewesen. Aber, wenn man denkt, dass die Kulturen oft im Begriff sind, mehr und mehr eine Kultur zu werden, dann müssen wir, in der logischen Konsequenz sagen, auch die Religionen müssen lernen, miteinander auszukommen. Und den Menschen den Weg zeigen, wie wir miteinander auskommen können.“

Giran: „Das heißt praktisch, im Sinne eines Friedensrahmens, im Sinne einer friedensbewegten Aktion, würde man z.Bsp. , wenn man versucht, diese historische Gegebenheit, also die Negativität der Religion, jetzt hervorzuheben. Kann man soweit kommen, dass man versucht, dass nicht so herauszuscheren. Das man klipp und klar diese Sache analysiert, das weitestgehend kritisch hinterfragt, um die eigene Glaubwürdigkeit zu unterstreichen. Oder hab´ ich das anders verstanden. Das es in diese Richtung geht, um an die Leute ranzukommen. Es mag sein, es ist in der Tat so, historisch belegt, aber es muß ja nicht immer so sein. Diese Kirchen sind dabei ein reaktivierendes Moment zu schaffen. Und die wollen auch in sich hineinkehren, um auf die Menschen wieder zuzugehen. Ist das so zu verstehen?“

Hr. Haussmann:“ Wenn ich noch mal nachsetzen kann. Ich würde sogar sagen, es ist sehr schön, wenn Menschen aus verschiedenen Religionen miteinander heiraten. Ich stell mir beispielsweise nicht vor, dass diese fünf Religionsbereiche, Kulturbereiche immer getrennt sein müssen. Wenn ich sehe, dass heute eine Muslima jemanden heiratet der aus der christlichen Religion kommt, dann seh´ ich darin kein Problem. Im Gegenteil, ich denke mir, welch´ hervorragende Situation haben die Kinder. Wenn ihr Vater und ihre Mutter aus zwei verschiedenen Kulturbereichen sind und sehen, die können gut miteinander auskommen. Ich stell´ mir sogar in letzter Konsequenz eine Welt ohne Religion im klassischen Sinne vor. Wenn der Mensch gelernt hat, dem anderen zu dienen. Für den anderen zu leben. Wenn er gelernt hat, mit anderen auszukommen. Dann brauchen wir in dem Sinne, Religion nicht mehr. Ich denke, Religionen sind die Reparaturwerkstätten für den Menschen. Und wir sind ja nicht dazu da, immer in der Reparaturwerkstatt zu leben. Aber gut, dass mag jetzt einigen vielleicht zu weit gehen, aber so denke ich jedenfalls.“

Giran: „ Ja, dass muß auch nicht sein, dass jemand unbedingt religiös ist. Auf jeden Fall, die Initiative geht schon von religiös bestimmten Leuten aus, insofern müssen wir uns mehr oder weniger sowieso mit der Religion befassen, wie auch immer. Aber wir versuchen ja niemanden hier zu missionieren, davon bin ich ja ausgegangen. Es geht einfach mal darum, dass Religionen sich zusammen tun und in die Friedensarbeit eben sich einbringen. Und dass sie dort einfach mal glaubwürdig sein wollen. Und entsprechend auch gewisse Resultate, Ergebnisse tätigen wollen. Also, das ist zumindest das, was ich bis jetzt verstanden habe.“

Herr Elmidami: „Sie haben ja auch genannt, die Rolle der Frauen. Ob die Frauen was machen können. Klar, können die Frauen etwas gegen diese Kriege, sie können auch ihren Anteil machen.
Gehen wir wieder zum Islam zurück. Weil wir reden hier von allen Religionen. Aber wirklich, die Frau war im Islam, die Frau im Islam ist leider so vertuscht worden und so hässlich gemacht. Nicht von islamischer Seite, sondern von den Männern. Es ist ein Männer-Gesetz. Und nicht vom Islam. Der Islam respektiert die Frau. Im Heiligen Buch oder Koran, es gibt einen ganzen Syrer, über die Frauen heißen (Frauen-Syrer)....ein ganzer Syrer, steht drin ihre Rechte, Gesetze. Beim Prophet Mohammend, bei dem zweite Kalif, Omar, hat mal gepredigt in der Moschee und dann steht eine Frau zu ihm und sagt, Kalif, du hast nicht recht, was Du gerade gesagt hast. Und der Kalif ist auch für eine Weile ruhig geblieben und dann hat er gesagt: Omar hat ein Fehler gemacht, und die Frau hat das recht gesagt.

Giram: „Ja, ich hab ja nur gesagt, schon dass Frauen in Aktivitäten verwickelt waren. Die haben sich eingebracht. Es ging nur darum, dass die Resonanz schwach war. Von den Frauen aus geht ziemlich viel aus.“

Hr. Elmidami: „Ja, ich wollte auch noch dazu sagen, wie der Herr Haussmann sagt, wir sind
Menschen, die hier zusammen leben. Und wir sollen uns respektieren, als Menschen. Nicht von der Religion her, nein, als Mensch, als Nachbarschaft. Und das ist meine Meinung. Das, wenn der Mensch einen guten Charakter besitzt, dann wird er auch gut in der Religion sein. Also ich meine, Charakter ist das A und O in Religion.“

Giran: „Ich bewerte das jetzt als Schlusswort, allerdings, das Thema wird hier bleiben. Auf jeden Fall haben wir hier ein ganzes Jahr und werden das eine oder andere Thema angehen.
Und zwar noch detaillierter als heute. Vorerst erlaube ich mir jetzt ein Dankeschön auszusprechen. Karl Meier wird noch ein letztes Wort loswerden. Bitteschön.“

Karl Meier: „ Ein kleines I-Tüpfelchen auf das, was Du angeführt hast, was Manuela ausgeführt hat. Menschenrechte. Da haben wir ja schon Frauen gehabt, damals während der Apartheit. Kannst Du dich erinnern, Sulu-Frauen, die sich sehr engagiert haben für die Menschenrechte, gegen die Rassendiskrimination. Frauen sind da oftmals sehr hervorragend. Oder Algerien-Krieg. Es gibt viele Beispiele, Tscheschnien hast Du schon genannt, so geht es weiter. Und, da gibt es viel zu tun. Ich darf vielleicht noch hinzufügen, da ich ja auch diese interreligiöse, internationale Förderation vertrete, die jetzt mehr oder weniger auch in der UNO drin ist und praktikabel was ändern will, in der UNO selber. Wir haben einen offiziellen Antrag seit fast einem Jahr gestellt, mit anderen Staaten, die konform damit gehen, dass wir einen interreligiösen Rat, in der UNO selbst schon einbinden. Weil wir so die Konfrontation weltweit haben, da muß eben global dagegengehalten werden.“

Giran: „ Wenn die UNO schon einen Menschenrechtsrat hat, dann kann auch die UNO sich bequemen, demnächst einen interreligiösen Rat. Wieso auch nicht. Eben den anzuberaumen, wenigstens ihn in´s Kalkül zu ziehen.„

Karl Meier: „ Da hast Du schon richtig angedeutet, die Menschenrechte sind von Ihnen deklariert worden, aber die Umsetzung und Durchsetzung dessen weltweit ist eben ein Problem, bei der UNO. Da müssen wir halt andere Mittel und Wege finden.“

Giran: „Noch einmal, vielen Dank, an alle, die hier present sind. Ich habe hier 5 Namen,
da fehlt einer, Mr. Hubert Arnoldi. (er ist nicht da), Manuela Bermeitinger ist da, Mr. Mohamend Melin (konnte nicht kommen), Herr Christian Haussmann ist da, Karl Meier ist natürlich da, und Reinhard Egy, und Herr Elmidami. An alle Dankeschön. Es ist nicht gang und gäbe, es ist hier nicht eigentlich Tradition, dass so eine Diskussion stattfindet. Und insofern, das war für mich eine Premiere und noch mal vielen Dank.

Alle: „Danke, Vielen Dank!“


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